B … wie Bodengrund

Bodengrund

Als ich als Kind vor ca. 25 Jahren mein erstes Aquarium bekam  gab es eigentlich nur einen Bodengrund, Kies!

Den gab es dann fein und grob. Man sollte ihn nicht zu grob wählen, denn sonst fiel der ganze Mulm hindurch und man holte ihn dann mit dem bekannten Mulmsauger wieder heraus indem man den kompletten Boden durchpflügte!

Das macht man vielleicht heute auch noch aber eher in großen Fischaquarien aber keinesfalls beim Aquascaping!

Hier verwendet man Kies rein dazu um optische Akzente zu setzen.

Heute und gerade beim Aquascaping haben wir eigentlich nur zwei , ich nenne es mal „Überbegriffe“

Sand  und  Soil

Sand

Grundsätzlich sollte man den Bodengrund danach auswählen welche Tiere und Pflanzen man pflegen möchte.

Sand hat im Aquascaping oft nur einen kosmetischen/ Optischen Zweck.  Man könnte natürlich auch Pflanzen in den Sand setzen, indem man Nährböden darunter einbringt, oder Düngekugeln oder ähnliches setzt. Dabei darf der Sand aber nicht zu fein sein, damit im Boden auch eine Zirkulation stattfinden,  und man Fäulnis ausschließen kann. Die Wuchskraft  der Pflanzen wird meiner Meinung nach allerdings nicht so sein wie auf Soil.

Beim Einsatz von Sand  sollte man sich dann auf Moose, Farne, Anubien oder andere Aufsitzerpflanzen beschränken. Da solche mit ihren Wurzeln oder Rizomen gar nicht in den Bodengrund eingebracht werden dürfen, werden sie auf das Hardscape aufgebrach. Sie nehmen die Nährstoffe aus dem Wasser auf.

Oft wird der Sand  verwendet um einen Weg, Strand oder ein Flussbett anzudeuten.

Sand gibt es in den unterschiedlichsten Körnungen und Farben. Da bleiben also keine Wünsche offen!

 

Soil

 

Zuerst ist zu beachten das Soil den ph-Wert senkt! Bei Fischen die einen höheren ph-Wert benötigen ist also Vorsicht geboten.

Bei Soil hat man nun die Qual der Wahl. Aus verschieden ADA Soils, OK-Soil , JBL ProScape, Tropica und Help Soil, um nur ein paar zu nennen. Hier kann man sagen das sie sich in der Herstellung, und im Nährstoffgehalt schon deutlich unterscheiden.

Entweder sind sie vorgedüngt und man muss in der ersten Woche  jeden Tag, zweite Woche jeden zweiten Tag, dritte Woche jeden dritten Tag und ab der vierten dann wöchentlich  50% Wasser wechseln, um zu Beginn einen Nährstoffüberschuss zu vermeiden. Oder der Soil ist nicht vorgedüngt, da genügt dann zu Beginn jeden dritten Tag Wasser zu wechseln. Aber Soil hat eines gemeinsam, er nimmt Nährstoffe aus dem Wasser auf und gibt sie über die Wurzeln an die Pflanzen wieder ab.

Viele Hersteller empfehlen auch jeweils einen passenden „Unterbau“ unter das Soil. ADA Power Sand, JBL Vulcano Mineral oder Tropica Plant Growth Substrate, z.B.

Dieser Unterbau sorgt durch seine Beschaffenheit für eine gute Zirkulation im Bodengrund und dadurch zu einer optimalen Nährstoffversorgung.

Entweder sie enthalten schon nützliche Starter Bakterien und Mineralien oder es kann noch zusätzlich in Pulverform zugegeben werden.

Ob nun das Soil vorgedüngt ist oder nicht sollte man den Herstellerangaben entnehmen.

Für absolute Anfänger in der Aquaristik würde ich einen Nährstoffarmen Soil empfehlen. So hat man vielleicht etwas mehr Übersicht und Kontrolle welchen und wie viel Dünger man in flüssiger Form hinzu gibt.

Der Bodengrund im Aquascaping kann für Neulinge vielleicht ein heikles Thema sein. Gerade auch deshalb weil sehr viel verschiedene Produkte angeboten werden und man nichts falsch machen will. Aber das A und O ist einfach regelmäßig Wasserwerte messen und demensprechend darauf zu reagieren.

Eine gewisse Kenntnis über die  Wasserchemie  sollte man sich aneignen!

 

 

 

 

2 Kommentare

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