H … wie Hardscape

Hardscape, was ist das eigentlich, woher kommt dieser englische Begriff?

Aquascape bedeutet Unterwasserlandschaft, scaping aus dem englischen heißt soviel wie gestalten. Also nichts anderes als Landschaftsgestaltung oder Landschaftsgartenbau. (englisch: Landscape – deutsch: Landschaft)

Das Hardscape, also die „harten“ Gegenstände mit dem ich meine Landschaft gestalten kann.

Für unser Aquarium haben wir hauptsächlich Steine und Wurzeln.

Hier ein paar Beispiele:

Drachenstein

Hier seht ihr den „Drachenstein“ oder auch „Ohko Rock“. Diesen Stein findet man sehr oft im Handel, eigentlich in fast jedem größeren Garten-/Zoofachmarkt.

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Die Farbtöne variieren oft von rot-beige bis zu violett-blau-grün. Dieser Stein hat eine tolle zerklüftete Oberfläche. In die Löcher kann man gut Aufsitzerpflanzen oder Moos stopfen. Der Stein ist verhältnismäßig weich und lässt sich dadurch gut bearbeiten und zerkleinern. Er härtet das Wasser auch nicht auf.

 

Islandlava

IMG_0451Auf dem Bild könnt ihr die schwarze Variante der Islandlava sehen, es gibt sie auch noch in rot-braun. Die rot-braune Form findet man auch sehr oft im Aquaristikhandel. Die schwarze Form ist da eher seltener und man findet sie nur in gut sortierten Geschäften oder Onlineshops.

 

 

 

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Lava kann man sehr gut bohren sägen oder schleifen, also perfekt dazu geeignet um auch einmal ein ungewöhnliches Layout zu schaffen 😉

Lavagestein ist sehr leicht und besitzt eine sehr grobe Oberflächenstruktur, perfekt um Moose, Farne, Anubien und Bucephalandren darauf zu kultivieren.

Lava härtet das Wasser auch nicht auf.

 

ADA Koke Stone

IMG_0450Den Koke Stone von ADA findet man nur bei ADA-Fachhändlern. Er hat einen etwas helleren Grauton, nass wird er aber dunkler und man kann ihn farblich nur schwer vom ADA-Sansui Stone unterscheiden.

Er besitzt nicht so viele Kanten und Spalten wie der Sansui, aber durch die grobe Struktur können sich Moose gut daran festsetzen.

Auch er gibt keine aufhärtenden Stoffe ans Wasser ab.

 

ADA Sansui Stone

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Ebenso wie der Koke Stone auch ein Stein von ADA.  Er besteht aus einer nahezu tiefschwarzen Lava. Durch die vielen Bruchkanten wirkt der Stein für den Betrachter sehr interessant und abwechslungsreich. Daher eignet er sich sehr gut für Iwagumi -Layouts.

Auch dieser Stein härtet nicht auf.

 

Beispiele für Layouts mit Sansui

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Minilandschaft

IMG_0457Minilandschaft wird auch Seiryu Stone genannt. Er ist auch oft im normalen Aquaristikhandel zu finden.

Diese Gesteinsart bringt ordentlich Gewicht auf die Waage und enthält auch einiges an Kalk. Härtet das Wasser also ordentlich auf, je nach dem wieviel Kilos man ins Aquarium einbringt. Es gibt zwar Möglichkeiten es zu regulieren aber gerade für Garnelenliebhaber nicht außer Acht zu lassen.

Durch das helle Grau und die zerklüftete Oberfläche ist dieser Stein sehr gut für die Gestaltung von Gebirglandschaften geeignet.

 

Weitere Gesteinsarten wären da;

Pagodensteine, Versteinertes Holz, Versteinertes Laub, ADA Unzan Stone, ADA Manten Stone, ADA Kei Stone, ADA Yamaya Stone, Leopardsteine…. um noch ein paar aufzuzählen!

 

Mekong Holz

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Mekong Holz finde ich farblich sehr ansprechend. Nur wirkt es sehr massiv und ist deshalb nur für größere Aquarien zu empfehlen. Man findet davon keine filigranen Stücken, mit denen man eventuell einen Minibonsai im Aquarium modellieren könnte.

Es ist auch sehr schwer, also muss man es kaum oder gar nicht wässern bevor man es ins Aquarium gibt. Auftreiben tut es nicht!

Manchmal kommt es vor das Mekongholz das Wasser leicht einfärbt, konnte ich aber nicht beobachten.

 

Fingerwood

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Fingerwood oder Spiderwood  findet man auch sehr oft im Handel, in den Größen S – XL. Es ist oft sehr verschnörkelt und verwunden, mit sehr dünnen Verzweigungen.

Es eignet sich sehr gut um interessante Wurzel – Layouts zu kreieren.

Das Holz ist trocken sehr hell, dunkelt mit der Zeit im Wasser aber stark nach. Dieses Holz empfehle ich vor der Verwendung gut zu wässern, im Aquarium zu befestigen oder zu Beginn zu beschweren.

 

Layout mit Fingerwood und Drachenstein

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Mangrovenholz

IMG_0458Mangrovenholz findet man schon seit Jahrzehnten in Aquarien. Aber die Form und Größe macht es den Aquascapern nicht leicht ein gutes Layout zu erstellen. Dennoch finde ich die Struktur sehr spannend und eindrucksvoll. Ich hab einiges davon im Keller liegen, da wird ein Layout kommen… 😉

Mangrovenholz muss man genug wässern weil es sehr viele Huminstoffe enthält, und kann nachher trotzdem das Wasser noch einfärben.

Dieses Holz finden man sehr oft im Handel.

 

Kienwood

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Kienwood ist ein relativ neues Holz für die Aquaristik. Man findest es sehr selten im Handel. Schöne Stücke hab ich bei  Aqua Tom  gefunden. Es stammt von der gewöhnlichen Kiefer/Föhre (Pinus sylvestris). Aber es hat wohl einen sehr hohen Harzgehalt, welcher einen Einsatz im Aquarium möglich macht.

Dieses Holz ist sehr leicht und muss daher gut und lange gewässert werden.

Eigentlich eignet sich die Form und Struktur hervorragend um Baumstümpfe für ein Waldscape darzustellen. Ich habe mir da was anderes überlegt……..

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Nach der „Stellprobe“ sind sie dann jetzt erstmal in die Regentonne gekommen, und brauchen hoffentlich nicht zu lange um sich voll zu saugen.

 

 

Um hier noch ein paar Möglichkeiten an Holz/ Wurzeln zu nennen;

ADA Horn Wood, ADA Slim Wood, ADA Branch Wood, Mopani, Manzanita, Moorwood, Talawa Wood, Driftwood (Flussholz)

 

 

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