W … wie Wasser….

Wasserwerte , Wasserchemie, wie auch immer. Ich denke man macht sich oft zu viel Gedanken darüber man könne so viel falsch machen. Im World Wide Web kann man unzählige Berichte, mehr oder weniger ausführlich, über Wasserchemie im Süßwasseraquarium nachlesen.

Hat man den Entschluss gefasst sich mit dem Thema Aquascaping zu beschäftigen und man möchte auch mal ein Projekt starten, ist es erst mal wichtig zu wissen was kommt da bei mir zu Hause aus der Leitung.

Die örtlichen Wasserwerte bekommt man vom der Stadt bzw. vom Wasserwerk, auch evtl. online.

Wichtig sind hierbei:

Gesamthärte (GH)

Karbonathärte (KH)

ph Wert (ph)

Nitrat (NO3)

Phosphat (PO4)

Kalium (K)

Kohlendioxid (CO2)

Nitrit (NO2)

Eisen (Fe)

Silikat ( SiO2)

und vielleicht noch ein paar mehr…. 😉

Spaß beiseite, das klingt jetzt im ersten Moment viel…ist es aber nicht!

Ok, ist mein Leitungswasser  hart, ab 10 °dGH aufwärts, sollte man darüber nachdenken mit Osmosewasser zu arbeiten. Pflanzen gedeihen nun mal besser in weichem Wasser. Auch gibt es in einigen Regionen hohe Silikatwerte im Leitungswasser. Da könnte man zusätzlich über Silikatfilter sprechen.

Sonst gibt es eigentlich keine Hürden warum man kein Aquarium einrichten könnte.

Hat man nun sein Aquarium das erste mal mit Wasser befüllt gilt es zuerst den Nitrit Wert zu beobachten. Woher kommt Nitrit?  Denn im Leitungswasser darf es nicht nachweisbar sein weil es für Organismen giftig ist!

Nitrit entsteht durch Abbau von Ammonium durch Bakterien und Eiweiße von abgestorbenen Pflanzenresten und anderen toten Organismen. Ein neu gestartetes Aquarium verfügt noch nicht über den Bakterienhaushalt, der dafür zuständig ist giftiges Nitrit in nützliches Nitrat um zu wandeln.

Ist Nitrit nicht mehr nachweisbar (ca. 2. bis 5. Woche),  können die ersten Tiere einziehen.

Verwendet man eine CO2 Anlage, was ich auf jeden Fall empfehle, sollte man den CO2 Gehalt zwischen 20-30 mg/l einstellen.

So jetzt sind eigentlich nur noch Nitrat, Phosphat, Kalium und Eisen einzustellen und zu überwachen.

Grobe Anhaltswerte dafür sind:

NO3   20-25 mg/l

PO4    1,0 – 1,5 mg/l

Fe        0,o5 – 0,1 mg/l

K         5 – 15 mg/l

Hierzu gibt es wiederum verschiedene Düngemethoden, die aber an anderer Stelle beschrieben werden.

Ich persönlich messe Kalium kaum. Bei den Flüssigdüngern die ich verwende ist immer ein Kaliumanteil mit enthalten. Bisher konnte ich nie Anzeichen von zu viel Kalium entdecken.

Eisen gebe ich auch nur zu wenn ich an den Pflanzen Mangelerscheinungen sehen kann.

Abschließend möchte ich hier noch das ADA System erwähnen. Alle ADA Komponenten von Bodensubstrat, Bakterien und Düngern sind aufeinander abgestimmt. Bei Verwendung dieses Systems ist kaum PO4, NO3 im Wasser nachweisbar, weil der Soil aufnimmt und an die Pflanzen abgibt. Das ganze System ist sehr komplex und ist in diesem Beitrag nicht zu erklären. D.h. nicht das es für Anfänger ungeeignet ist. Ich selbst habe auch mit ADA angefangen.

Wichtig für Einsteiger ist nur zu wissen, Wasserwerte messen mit ADA System ist nicht gleich Wasserwerte messen bei anderen Systemen…..

Mehr dazu folgt……

 

 

 

 

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